Yay! Die Banner für den Fahrradanhänger sind da!Auf PVC gedruckte Demo-Banner für meinen Fahrradanhänger für die ADFC-KidicalMass DemoSonntag ist KidicalMass-Demo! Ab 15:00 Uhr treffen wir uns am Kulturpalast, 15:30 Uhr startet der Fahrradkorso (ca. 8 km) und 16:30 Uhr ist Abschlusskundgebung am Kulturpalast. Kommt alle, bringt die ganze Bagage mit! Es wird ein Riesenspaß!

(swg)

Heute ist langer Freitag für mich. Nicht, dass ich diese Woche meine Stunden deswegen schaffen würde. Aber der Wille war da. Außerdem hab ich noch eine Kleinanzeigen-Abholung, aber erst um sieben. Bzw. wenn er sich meldet … Seine Nachricht kommt schon um fünf, er wär‘ jetzt zu Hause. Und Maria fragt dreiviertel sechs, wann ich denn käme; Mika hätte gefragt. Ach egal. Am späten Freitag Nachmittag reißt man auf Arbeit eh nichts mehr. Nach dem kurzen Kleinanzeigen-Abstecher bin ich halb sechs zu Hause. Und Mika hat schon ungeduldig gewartet, er will unbedingt was zeigen.

Mika musste wohl nochmal ‚ausgelüftet‘ werden – wegen Unausstehlichkeit. Das Fahrrad wäre mal wieder einen Versuch wert, hat Maria gedacht; Vielleicht passt er jetzt endlich drauf. Ein bisschen hat er Laufrad damit gespielt, ist im Hof Runden gefahren, dann hat er die Pedale verlangt. Weil: Er kann das jetzt mit dem Fahrrad fahren!! Vorm Haus, in der Feuerwehrzufahrt, ist mehr Platz. Kurz hat Maria ihn noch angeschoben, dann wollte er losgelassen werden. Und dann ist er einfach gefahren. Er kann das jetzt mit dem Fahrrad fahren.

Das sieht einfach nur mega aus. Er ist nur geradeso groß genug, um mit den Füßen auf den Boden zu reichen, an jeder leichten Steigung scheitert er. Aber er fährt! Das Early Rider 14″ ist schon das kleinste Fahrrad mit der kürzest möglichen Innenbeinlänge von nur 37 cm. Bei allen anderen sind es noch zwei Zentimeter mehr. Geometrisch ist das bei seiner Größe nicht optimal, ein bisschen hockt Mika da, wie der Affe auf dem Schleifstein.

Ich freu mich, ADFC-Nachwuchs! Am 20. September ist jedenfalls KidicalMass in Dresden, da sind wir auf jeden Fall am Start!

(swg)

Vor einer halben Stunde wollte ich schon angefangen haben, den Blumenkohl zu panieren. Leider hat die Schuleinführung gestern, und die anschließende Geburtstagsfeier meiner Nichte so reingehauen, dass aus meiner halben Stunde Vor-Mittagsschlaf 1½ Stunden geworden sind. Egal. Jannika und Mika spielen friedlich im Kinderzimmer. Maria ist mit Alina in Radeberg, Omas altes Fahrrad holen; Ein Kollege interessiert sich dafür. Zeit, Mittagessen zu machen; Es ist schon dreiviertel zwölf.

Eilig schnippel und paniere ich den Blumenkohl, Maria müsste ja bald zurück sein. Ich überlege, dass ich eigentlich mit den Bratkartoffeln hätte anfangen müssen – die dauern länger – stelle dann aber fest: Gibt gar keine Kartoffeln mehr. Paniere ich halt den Rest Süßkartoffel mit, irgendwie wird es schon für ein Mittag reichen. Mika kommt angetrottet, will beim kochen helfen. Meinetwegen; Die panierten Blumenkohlröschen kann er gerne in den Topf schmeißen. Oder den Deckel vom Warmhalter-Topf lüpfen, wenn ich ein fertiges Röschen da hinein buchsieren will. Offenbar macht ihn das hungrig – welch selten Phänomen! Er setzt sich an den Balkontisch vorm Küchenfenster und verlangt nach einem Teller und ’ner Gabel. Ich paniere fleißig weiter.

Nach der Hälfte seines Tellers voll Blumenkohls fällt ihm auf: »Schmeckt nich!« »Was willst Du denn dann?!« »Nudeln!!« Was frag ich Depp auch. Ist ja kein Beinbruch, eine kleine Portion setz ich an, den Rest kriegt er abends. »Papaaa?!« »Ja?« »Wie lange’n noch?« »Noch zehn Minuten.« Ich hab die glutenfreien Nudeln gemacht, die brauchen immer etwas länger, so 13 bis 14 Minuten. Dann kann Alina da auch was von essen, wenn sie möchte. Erfahrungsgemäß mach‘ ich sowieso immer zu viel, egal wie sehr ich mich mühe.

»Papaaa?!« »Ja?« »Wie lange’n noch?« »Noch fünf Minuten.« Die Süßkartoffelwürfel sind auch fertig paniert und zischen in der heißen Butter im großen Topf. Der Herd piept, die Nudeln sind fertig. Abgießen schaffe ich mit dem kleinen Topf ohne Sieb nur mit schmalem Spalt am Deckel. »Mika. Deine Nudeln sind fertig …«Mika, eingeschlafen auf der Balkon-Bank. Verpasste seine NudelnAch, egal. Bisschen was hat er gegessen und mir bleibt das Einschlafgewurschtel im Schlafzimmer erspart.

(swg)

Für uns ist Essen auswärts immer ein gewisser Grenzgang. Alinas Zöliakie verhindert regelmäßig, dass wir einfach irgendwo einfallen, um satt zu werden. Insbesondere Stralsund – eigentlich die ganze nordöstliche Ecke Deutschlands – ist auf der Karte der Deutschen Zöliakie Gesellschaft ein weißer Fleck.

Irgendwo ein Eis zu essen ist selten Problem, auch wenn manchem Verkäufer auf Nachfrage zur Allergenliste kurz das Gesicht einschläft und dann das wilde Suchen nach der Liste beginnt. Wie gesagt, nicht oft, meist hängt die Liste aus. Aber das passiert. Im Restaurant fällt die Sache gerne schwieriger aus. Einerseits, weil in der Küche oft die notwendige Trennung zu/mit glutenhaltigen Lebensmitteln nicht eingehalten ist; Andererseits ist die Bandbreite dessen, was Kinder gerade jetzt essen würden oft schmal und immer divergent zum Angebotenen.

Vom Restaurant ‚Delikater‚ im Stralsunder Zoo hab ich die Karte schon abgecheckt. Da gibt es jedenfalls was für Alina, das wird kein großes Problem werden. Morgen soll eher „durchwachsenes“ Wetter sein, da könnte man dort einen Besuch einplanen. Wir sind gerne draußen, wenn es ein bisschen mistig wird. Im Ozeaneum werden dann alle sein, das wär nicht so angenehm.

Wir würden aber doch schon gerne wenigstens einmal in Stralsund Abendessen gehen. Auf unserem Hafenspaziergang nehme ich die Gelegenheit wahr, die Möglichkeiten zu checken. Maria und ich erinnern uns gerne an vergangene Besuche im Fischermänns. Der Küchenchef ist überaus kompetent in Sachen Zöliakie. Wir sollen zwar bei der Tischreservierung Bescheid sagen, aber dann wird das alles kein Problem sein. Ich bin fast ein bisschen überrascht. Fetzt.

Wir dödeln weiter durch den Hafen – die Gorch Fock gucken wir bestimmt noch an, schon weil Mika unbedingt mal ein Segelschiff von Nahem sehen will. Zu unserem Eis kommen wir dann erst hinten am Alten Zollhaus.Eisladen, altes Zollhaus in Stralsund Man weiß auch hier um das Zöliakie-Thema und nach einem kurzen Anruf ist klar, das inzwischen wirklich alle Eissorten glutenfrei sind. Hier gibt es im Übrigen das erdbeerigste Erbeereis überhaupt, Stachelbeer, Sanddorn und Haselnuss sind nicht weniger empfehlenswert. Und mit dem Verkäufer ist gut flachsen – Mika bleibt glatt der Mund offen stehen. Das hat Spaß gemacht.

Vielleicht ist Stralsund zu Unrecht ein weißer Fleck auf der DZG-Karte. Wir sind optimistisch.

(swg)