Archives for the month of: Juli, 2011

Ganz schön was los am Burger King Bahnhof Alexanderplatz
Spatzen am Alexanderplatz, Berlin
(swg, Maria)

Berlin. Mutti besuchen. Das Wetter ist noch scheißer als in Stralsund – wir mussten Abends unterm Vordach des Gartenhäuschens grillen.

Heute sollt’s eigentlich in Madame Tussaud’s gehen. Aber irgendwie sind uns für Wachsköppe gucken 20,- € pP zu fett. Über’n ADAC ginge es auch für 14,- € aber eigentlich haben wir auch keine Lust. Wir durchstöbern noch etwas die Internetz und stolpern über die Humboldt-Box.

Wie das neue Schloss aussehen soll, wird da gezeigt und was einen im Humboldt Forum erwarten wird. 2, €. Na mal gucken, dann kann ich mir auch gleich noch einen weißen Stift besorgen, damit Georg Schamm mir morgen eine CD signieren kann :)

Da ist die umstrittene Box.
Humboldt-Box, Berlin
War die mal pink? Jetzt ist sie blau. Und größer, als ich vermutet hatte.
In der ersten Etage ist der Schlossneubau vorgestellt.
Humboldt-Box, Berlin
Es wird halt ein Zweckbau, dessen Fassade so verziert wird, wie sie früher erschien. So hat man es auch am Neumarkt in Dresden gemacht – und man kann drüber streiten, wie sinnvoll das ist.
Schlossneubau, Berlin
Aber mal ehrlich, hier fällt mir nur eins ein: Erschießt den Architekten:
Schlossneubau, Berlin
So schön war der Palast der Republik auf der Spreeseite auch…
Schlossneubau, Berlin
Schlossneubau, Berlin
Das ist in Beton gegossene Einfallslosigkeit.

In der Humboldt-Box kann man sich ansonsten ansehen, wie sich das im Schlossneubau untergebrachte Humboldt-Forum zeigen wird: Ein modernes, wissen vermittelndes Museum. Interaktiv, viele kleine und große Spielereien, bei denen das Entdecken Spaß macht. Schön soweit.

Ganz oben in der Box ist ein Cafe und je ein Aussichtsbalkon vorn und hinten. Kann man runtergucken. Und von oben ist man Berlin meist deutlich gnädiger als vom Boden aus.
Humboldt-Box, Blick vom Balkon, Berlin
Humboldt-Box, Blick vom Balkon, Berlin
Aha, der Telespargel ist schuld, das die Wolken sich nicht verziehen, die können nicht. Angespießt.
Wir steigen wieder ab. Kleinigkeit essen. Stift kaufen.
(swg, Maria)

Wenn wir’s schon zum Sundschwimmen nicht sehen konnte, so schauen wir uns das jetzt nochmal an. Ich hab den Ort auch noch nie ganz gesehen.

Erst gehen wir zum Strandbad, rüber gucken.
Strandbad Altefähr
Blick von Altefähr auf Stralsund
Stralsund sieht weiter weg aus, als es ist – ehrlich!

Schauen wir uns im Ort noch um. Alte Kopfsteinpflasterstraßen, eine – leider geschlossene – Dorfkirche
Kirche in Altefähr
Kirche in Altefähr
und viele alte, aber hübsche Häuser.
Häuser in Altefähr
Häuser in Altefähr
Na gut, kleiner Imbiss im Cafe Haus Putbus (der alte Graf wollte, dass es so heißt) – irgendwie müssen wir eine Stunde bis zur Mitfahrgelegenheit tot schlagen. Stralsunds Wetter kann uns mal. Tschüss. (swg, Maria)

bis zu meiner Beerdigung bloß rum?

Naja so schlimm ist es nun auch nicht. Das Wetter ist nicht besser geworden. Diesig tief hängen Wolken über den Strelasund und der Dauernieselregen wird nur von gelgentlichen Gewittergüssen unterbrochen.

Wir überlegen, was wir mit dem Tag noch tun, frühstücken aber erstmal im Klabautermann – das hat hier echt ein Lob verdient. Auf dem Buffet findet sich herrliche Blutwurst und grobe Leberwurst, Lachs und viele Käsesorten. Dazu auf den Punkt weich gekochte Eier – Eigelb weich, Eiweiß fest – mit Eierlöffeln aus Plaste, wie sich das gehört. Kaffee kommt frisch aus der Maschine. Einfach großartig.

Wir packen unser Zeug zusammen und überlegen immer noch. Im Prinzip ist Museumswetter, das Nautineum haben wir noch nicht gesehen. Was solls. Rollen wir also über den Rügendamm.

Ein Regenschauer verhindert, dass wir uns gleich aus dem Besucherzentrum auf den Rundkurs durchs Nautineum stürzen. Viele Exponate stehen im Freien.

In einer Halle stehen diverse ausgesonderte Geräte der Meeres- und Fischereiforschung. Schleppsonden zur Erforschung der Schleppnetzfischerei.
Schleppsonde, Nautineum Stralsund
Schleppsonde, Nautineum Stralsund
Draußen stehen alte Motoren aus Fischkuttern, Glühkopfmotoren,
Glühkopfmotor, Nautineum Stralsund
Dieselmotoren
Dieselmotor, Nautineum Stralsund
und dieses Kuriosum, dass mit Benzin gestartet wird und dann mit Diesel im Dauerbetrieb läuft.
Benzingestarteter Dieselmotor, Nautineum Stralsund
Die alte Forschungstauchstation „Helgoland“ steht hier auch draußen.
Forrschungstauchstation Helgoland, Nautineum Stralsund
Für mehrere Wochen „wohnten“ und forschten hier Taucher, übrigens unter dem Druck, der unten herrschte.
Forschungstauchstation Helgoland, Nautineum StralsundForschungstauchstation Helgoland, Nautineum Stralsund
Schleppsonde, Nautineum Stralsund
Dekompression erfolgte erst am Missionsende beim Auftauchen.

Die Zeesenboote hab ich glatt vergessen zu fotografieren.

Der Keine Dänholm, die Insel auf der sich das Nautineum befindet, wurde schon zu Schwedenzeiten vom Militär genutzt. Als kleine Rügen vorgelagerte Insel im Sund, war sie ideal als versteckter Hafen und zu Kontrolle der durchfahrenden Schiffe. Wir laufen noch auf die Wallanlagen und die Aussicht, dann haben wir genug und fahren.

Auf dem Rügendamm ist die Brücke hochgeklappt, ein paar Seegler huschen durch.
hochgeklappte Brücke des Rügendamms
Jetzt gucken wir nochmal nach Altefähr, wo es losgegangen wäre, wenn denn geschwommen worden wäre.

(swg, Maria)

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