Archives for the month of: November, 2023

Sorry, zu privat für die Öffentlichkeit. Vielleicht klappt’s nach dem Login?

Es ist diesen Winter das erste Mal richtig kalt in Dresden, nieselig obendrein. Und obwohl die Zeitumstellung für Tageslicht auf dem Arbeitsweg sorgt, machen die tiefhängenden Wolken heute morgen Beleuchtung am Fahrrad nötig. Und ich hätte vielleicht doch lieber Handschuhe gehabt. Inzwischen bin ich so weit abgehärtet, dass ich auch nasskalte 3°C ohne Handschuhe aushalten kann. Es tut noch nicht weh, unangenehm ist das aber schon auf dem Fahrrad.

Ich weiß ganz genau, wo ich meine Fahrrad-Handschuhe letzten Winter vergessen habe, allein ich bin nie dazu gekommen, dort nachzufragen bzw. sie abzuholen. Wahrscheinlich sind sie inzwischen eh entsorgt. Den Verlust kann ich mir immerhin so klein reden, dass sie schon ziemlich verschlissen waren. Jetzt muss ich neue finden, wenn ich nicht mit den allerdicksten Winterfäustlingen rumfahren will. Da es sich im weitesten Sinne um Schuhe handelt, muss ich sowas anprobieren, obs passt, obs mir gefällt und ob’s mir das Geld wert ist. Ohne klassisches Schaufensterbummeln wird das also nichts. Vermutlich bin ich doch zu faul mir gezielt neue Fahrrad-Handschuhe zu suchen und nehme am Ende was da ist.

Naja. First-World-Problems, wie man so schön sagt.

(swg)

Auf dem Eckschrank in der Küche herrscht immer schon ein bisschen Chaos. Neben dem Toaster tummelt sich mein Kaffee-Kram, das Brot, die Nudeldosen und immer mehr Müslidosen. Wir haben angefangen unser Müsli selber zu klöppeln oder wenigstens ein fertiges zu pimpen, mit allerlei Trockenfrüchten etc. Seit Alinas Zöliakie bestätigt ist, brauchen wir nochmal deutlich mehr Platz in der Küche. Es haben sich die Dosen gefühlt verdoppelt und außerdem braucht das Kind seinen eigenen Toaster. Zwar haben wir eine ganze Menge aus- und umsortiert, sodass schon ein Fach im Küchenschrank nur mit ihrem glutenfreien Kram bestückt ist; Trotzdem hat der Voratsdosenberg unerträgliche Ausmaße angenommen.

Mit einem Regal ließe sich für Ordnung sorgen. In einem Möbelhaus hab ich mal eins gesehen, wo die Seiten als T-Nuten-Schiene ausgeführt und alle Regalbretter frei positionierbar waren. Sowas ließe sich ja nachbauen.Meine Erste Idee mit Item, Nutensteinen und Exzentern hat leider nicht funktioniert. Nur eine Nut und der Exzenter nehmen das Moment des Regalbodens nicht auf: er kippt nach vorn oder hinten. Mein Vater hat „klemmen!“ vorgeschlagen: Einfach die Regalböden längs teilen, um die Itemprofile ausklinken und mit langen Schrauben zusammenziehen.Joa, das wird vermutlich funktionieren. Allerdings finde ich derzeit überhaupt gar keine Zeit selbst irgendwas in der Holzwerkstatt meines Vaters zu tun. Es bleibt nur, die Basteleien zu delegieren. Mein Vater hat seine Idee dann auch umgesetzt; Für uns blieb nur das Schleifen/Ölen/Schleifen/Ölen/Schleifen/Ölen der Regalböden:Statt der Muttern – die trotz eines kleinen Abstands zur Wand beim Festschrauben schlecht zu erreichen wären – sind die Maschinengewinde direkt ins Holz geschnitten. Bei Eiche ist das gar kein Problem.

Eine kleine Herausforderung bleibt: Die Regalseiten müssen halbwegs gerade und vor allem im genau richtigen Abstand an die Wand.Als Befestigung an der Wand habe ich wieder die Exzenter-Variante genommen: Einer Holzschraube mit Torx wird der Kopf ein bisschen abgedreht, dass sie in einen Möbelexzenter passt. Mit einem Dübel auf die richtige Tiefe eingeschraubt hält das Regal an der Wand. Und vor allem ist von der Befestigung kaum etwas zu sehen. Sorgen um die Haltbarkeit mache ich mir nicht: die Kindergarderobe und auch die Fahrradtaschen-Garderobe halten so nun schon ziemlich lange den täglichen Belastungen stand.Nun hat die liebe Seele ruh und der Samstag kann zuende gehen.

(swg)

Es ist einigermaßen eigenartig, wie sehr sich die eigene Wahrnehmung mit der Perspektive verändert. Dieses Gefühl von „Oh Gott, wie beknackt ist das?!“ mit dem gleichzeitigen Wissen »…naja hast Du ja auch gemacht«.

Beim autofahren ist mir das schon so gegangen. Ich fahre schon lange und viel mit dem Fahrrad, in der Stadt nahezu jeden Weg; Wenn nicht, dann mit Bus & Tram. Aber erst seit unser eigenes Auto weg ist, wir keinen eigenen Pkw mehr haben, erst seitdem kommt es mir ziemlich absurd vor, dass jeder seine eigene Karre besitzt und rumstehen hat. Damit wird jeder kleine Weg erledigt und die anderthalb Tonnen Blech werden vornehmlich allein benutzt. Man sagt die Quote betrüge 1,2 Personen pro Pkw, also in jedem 5. Auto zwei, sonst nur einer. Gestern, als ich Alina vom Schlagzeug abgeholt habe, saßen wir noch mit einem Eis draußen. Dabei haben wir Autos an der Kreuzung gezählt. Ich hab alle gezählt, in denen nur eine Person saß, Alina die mit mehreren Personen. Unsere Stichprobe am Wasaplatz war deutlich schlechter: 1,16. Also eher nur in jedem 6. saßen zwei. Mehr als zwei Peronen in einem Pkw haben wir nicht gesehen, kam einfach nicht vor. Es ist absurd.

Genauso geht es mir inzwischen mit dem Tiere-essen. Vor ein paar Jahren habe ich mit dem Fleisch essen aufgehört. Der Grund war der allgemeine Umgang damit: Fleisch wird »produziert«, Tiere in Massen ‚gehalten‘, was eher an Warenlager denn an lebenswerte Bedingungen für ein Lebewesen erinnert. Ich wollte das nicht, ich finde das widerlich. Der zweite Punkt ist der industrielle Aufwand der Futtermittel-Produktion und all die Umweltschäden, die damit einher gehen. Das alles kann niemand ertragen, der hinschaut. Und ich wollte keiner der Weggucker sein, davon gibt es viel zu viele. Inzwischen kommt es mir immer absurder vor, überhaupt ein Tier zu killen um es zu essen. Aber ich glaube, das kann einem nur passieren, wenn man aufhört Tiere zu essen.

Wie fern ich inzwischen von der Idee bin, ein Tier zu essen, ist mir bei mequitos Tagebucheintrag aufgegangen. Die ganze Szenerie dieses Essens-Events wirkt auf mich inzwischen wie komplett aus einer anderen Welt.

Ich habe Angst vor dem Tag, an dem ich bei der Hühnerhaltung für die von mir sonst gekauften Bio-Eier genauer hinschaue.

(swg)

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